Die Aufgabe des Bestatters heute

    In der Regel ist der Bestatter der erste Kontakt, den Angehörige nach dem Tod eines geliebten Menschen haben. Jeder Mensch geht anders mit Trauer und Tod um. Manche Angehörigen stehen unter Schock, andere lassen ihren Gefühlen freien Lauf, andere wiederum sind relativ gefasst. Die Menschen dort abzuholen, wo sie sind, Raum zu geben und zu lassen, alle aufkommenden Gefühle leben zu können, die in uns entstehen, wenn wir mit dem Tod konfrontiert werden. Empathie braucht es da. Und dass jeder die Zeit bekommt und hat, die er braucht. Der Blick auf die Uhr ist da fehl am Platz.

    Helmut Dörr zählt auf, was dieses Spektrum, das er und seine Mitarbeiter/innen bieten, umfasst: „Wenn ein Mensch gestorben ist, ruft der für ihn Sorge trägt, bei uns an. Man erreicht uns zu jeder Zeit, auch in der Nacht und am Wochenende. Immer kann man mit uns persönlich sprechen. Wir besprechen dann in aller Ruhe, was zu tun ist. Was an Unterstützung benötigt wird. Welche Wünsche und Fragen da sind. Wir richten uns nach den Wünschen der Anrufenden, führen das Gespräch bei ihnen zu Hause oder bei uns im Institut.“ Viel Feingefühl und Einfühlungsvermögen werden da von den Mitarbeiter/inne/n des Institutes gefordert.